Ivon Ames zu Gast bei „Basi im Dialog“ – Zwischen Gesetz und Realität: Wie gelingt die Gefährdungsbeurteilung Psyche wirklich?
Wie gelingt eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU Psyche), die im betrieblichen Alltag wirklich etwas bewegt – statt nur als Pflichtaufgabe abgehakt zu werden? Wo liegen echte Stellschrauben, und welche Erwartungen in der Praxis sind vielleicht unrealistisch?
Diese zentralen Fragen diskutierte EVAO-Geschäftsführerin Ivon Ames kürzlich gemeinsam mit Basi-Geschäftsführer Dr. Christian Felten im etablierten Online-Format „Die Basi im Dialog“. Ab sofort steht die vollständige, 60-minütige Aufzeichnung der Veranstaltung online zur Verfügung.
Der Hintergrund: Dringlichkeit im Arbeitsschutz steigt Für viele Unternehmen wirkt die GBU Psyche nach wie vor aufwendig, schwer greifbar und bringt vermeintlich wenig Nutzen. Gleichzeitig steigt die Zahl psychischer Erkrankungen im Arbeitsleben kontinuierlich an – mit enormen Folgekosten für die Betriebe. Ein deutliches Warnsignal, das zudem durch die Forschung verstärkt wird: Auch chronische Erkrankungen wie Rückenleiden oder Diabetes können ihren Ursprung unter anderem in der schlechten Gestaltung psychischer Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz haben. Ein wirksamer Umgang mit dem Thema ist daher längst wirtschaftliche Notwendigkeit.
Wissenschaft trifft Beratungspraxis In dem kompakten Austausch brachte Ivon Ames (Arbeits- und Organisationspsychologin, Vizepräsidentin des BDP und Forscherin an der FernUniversität in Hagen) die wissenschaftliche Perspektive mit ihrer täglichen Erfahrung aus der EVAO-Beratungspraxis auf den Punkt. Im Fokus standen praxistaugliche Ansätze, um gute Entscheidungen im Betrieb zu treffen, bevor Belastungen innerhalb einer Arbeitsgruppe eskalieren.
Wichtige Impulse und Kern-Insights aus der Diskussion:
1. Es geht um Verhältnisse, nicht um Verhalten!
2. Beteiligung der Beschäftigen ist entscheident!
3. Pragmatisch und schrittweise vorgehen
4. Führungskräfte brauchen Gestaltungswissen
Das Video bietet konkrete Ansätze für alle, die mentale Gesundheit im Betrieb nachhaltig schützen, Fehlzeiten senken und Arbeit planbarer machen wollen.
Ivon Ames
Psychologin (M.Sc.), Diplom-Betriebswirtin (FH) und Gründerin von EVAO
Als Arbeitspsychologin und Diplom-Betriebswirtin beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit allen Fragen der gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung. Sie forscht an der FernUniversität in Hagen zu den Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit von Beschäftigen. Sie ist Vizepräsidentin im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. und Geschäftsführerin der EVAO GmbH.
