Rückkehr in die Arbeit: Dr. Christiane Stempel als Fachexpertin bei der Jubiläums-Fachtagung der Perspektive Arbeit & Gesundheit (PAG) in Hamburg
Wie kann die Rückkehr in den Beruf nach einer längeren krankheitsbedingten Auszeit erfolgreich gelingen?
Dieser Frage widmete sich die gemeinsame Fachtagung der PAG und der EU-OSHA (Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz) in Hamburg.
Unter dem Leitthema „Return to Work – Gute Rückkehr in die Arbeit“ kamen Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis und Prävention zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für eine gesunde Wiedereingliederung zu diskutieren.
Auch unsere Kollegin Dr. Christiane Stempel gestaltete die Veranstaltung aktiv mit. In ihrer Doppelrolle als Wissenschaftlerin an der FernUniversität Hagen und Arbeitspsychologin bei der EVAO GmbH beleuchtete sie in ihrem Fachvortrag „Wenn Arbeit krank macht: Prävention, Unterstützung und soziale Verantwortung“ welche Hebel Unternehmen ansetzen können und müssen, um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.
Im Anschluss an die Fachtag fand der feierliche Empfang anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der PAG statt. Im Rahmen der Podiumsdiskussion diskutierte Christiane Stempel gemeinsam mit Laura Pooth (DGB Nord), Heike Klamroth (Behörde für Justiz und Verbraucherschutz), Petra Versemann (Handelskammer Hamburg), Jens Meier (Heimleitung, Seniorenwohnpark Villa Carolath), Jan Koltze (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, SPD) und dem Team der PAG darüber, wie Arbeitsbedingungen gesundheitsfördernd gestaltet werden können und welche betrieblichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, damit eine nachhaltige Rückkehr in den Beruf gelingt.
Besonders beeindruckt haben Christiane Stempel die Einblicke aus der Praxis von Jens Meier. Diese haben wiedermal gezeigt, dass weitsichtiges soziales Handeln nicht im Widerspruch zu unternehmerischen Interessen steht, sondern vielmehr Teil einer erfolgreichen Unternehmensstrategie sein kann.
Gleichzeitig wurde klar, wie groß der Bedarf an fundierter fachlicher Beratung und verlässlichen Anlaufstellen für Beschäftigte und Unternehmen ist. Umso wichtiger ist es, gute und gesundheitsfördernde Arbeit vorausschauend zu gestalten, anstatt erst dann zu handeln, wenn aufwendige und kostenintensive Schadensbegrenzung notwendig wird.
Die Relevanz der (inter-)nationalen Zusammenarbeit wurde auch als zentraler Aspekt diskutiert. Nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen lassen sich nur gemeinsam und über Organisations- und Ländergrenzen hinweg voranbringen.
Ein wertvoller Austausch mit zahlreichen Impulsen für die Praxis und die Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Arbeitswelt.
Was macht eigentlich …
… die EU-OSHA (Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz)?
Sie unterstützt sichere und gesunde Arbeitsbedingungen in Europa, indem sie Wissen über aktuelle und zukünftige Arbeitsrisiken bereitstellt und die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen fördert. Sie entwickelt praxisnahe Werkzeuge, vernetzt Akteure und führt europaweite Informationskampagnen durch, um das Bewusstsein für Arbeitsschutz zu stärken.
… die PAG (Perspektive Arbeit & Gesundheit)?
Sie ist eine kostenlose und vertrauliche Beratungsstelle in Hamburg für Beschäftigte und Betriebe. Sie unterstützt Menschen bei belastenden Arbeitssituationen und hilft Unternehmen dabei, gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen und gesundheitliche Risiken – insbesondere psychische Belastung – frühzeitig zu erkennen und zu verringern. Ziel der PAG ist es, die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten langfristig zu erhalten und damit krankheitsbedingte Ausfälle und vorzeitige Erwerbsaustritte zu vermeiden.
Christiane Stempel
Diplom-Psychologin
Dr. Christiane Stempel ist Arbeits- und Organisationspsychologin und arbeitet als Expertin für Führungskräfteentwicklung und Wissenschaftlerin an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis.
